Von Excel zum ERP-System

Marco Niecke

Die typische Journey eines Startups: Von Exceltabellen zu Microsoft Dynamics 365 Business Central

Viele Startups und wachsende Unternehmen beginnen mit einer starken Idee – und mit Werkzeugen, die jeder kennt: Word, PowerPoint und Excel.

Vor allem Excel wächst dabei schnell über seine ursprüngliche Rolle hinaus. Was mit einfachen Tabellen startet, wird schnell zum zentralen Steuerungsinstrument für Reporting, Budgetierung, Forecasts sowie für die gesamte Bestands- und Prozessplanung. In der Anfangsphase funktioniert das gut. Doch mit zunehmendem Wachstum verschieben sich die Anforderungen.


Tabellen werden komplexer, Abhängigkeiten größer und Entscheidungen zunehmend von individuellen Logiken bestimmt. Der Moment ist erreicht, wenn Excel nicht mehr unterstützt, sondern bremst.

Für Unternehmen ist es entscheidend, diesen Punkt zu erkennen. Denn genau hier beginnt der Wandel:

  • von reaktivem Arbeiten zu vorausschauender Unternehmenssteuerung
  • von Wissen in einzelnen Köpfen zu Wissen im System
  • von Flexibilität ohne Kontrolle zu Flexibilität mit Verlässlichkeit
  • und in der Konsequenz: von Excel hin zu einem ERP-System

In diesem Blogbeitrag betrachten wir die typische Journey vieler Unternehmen: Von den ersten Excel-Strukturen bis zur Arbeit mit einem ERP-System.

  1. Der Alltag mit Excel und ohne ERP
  2. Der ERP-Shift
  3. Die Übergangs- und Eingewöhnungsphase
  4. Der Alltag mit ERP und Excel in neuen Rollen

Abschließend zeigen wir Ihnen ein ERP-System, mit dem Unternehmen diesen Schritt gehen können – ohne auf die gewohnte Flexibilität und einfache Handhabung zu verzichten.

1. Der Alltag mit Excel – und ohne ERP

Excel ist ein leistungsfähiges Werkzeug. Es ist flexibel, weit verbreitet und für viele Aufgaben unverzichtbar. Was es jedoch nicht ist: ein System, das komplexe Unternehmensstrukturen ganzheitlich und skalierbar abbilden kann.

Im Alltag zeigt sich das oft schleichend. Mit jedem neuen Prozess entstehen weitere Dateien, Auswertungen und selbst erarbeitete Logiken. Unterschiedliche Versionen derselben Tabelle sind keine Ausnahme, sondern sehr oft die Realität. Welche Zahlen aktuell sind, lässt sich häufig nur durch Rückfragen klären.

Gleichzeitig steigt der Aufwand für die Pflege der Daten. Informationen werden mehrfach erfasst, manuell übertragen und regelmäßig angepasst. Was eigentlich Transparenz schaffen soll, kostet Zeit und bindet wichtige Ressourcen.

Hinzu kommt eine wachsende Abhängigkeit von einzelnen Personen. Denn bestimmte Excel-Dateien funktionieren nur, weil jemand ihre Struktur, die Formeln und die Besonderheiten kennt. Fällt diese Person aus, geht Wissen verloren – oder muss mühsam rekonstruiert werden.

Besonders kritisch ist die Situation, wenn wichtige Entscheidungen anstehen. Denn ohne zentrale Datenbasis fehlt der Echtzeitblick auf Finanzen, Vertrieb, Einkauf und Operations. Entscheidungen beruhen dann nicht auf aktuellen Zahlen, sondern auf dem letzten bekannten Stand.

Kurzes Zwischenfazit: Excel unterstützt den Arbeitsalltag lange zuverlässig. Doch je größer und komplexer ein Unternehmen wird, desto deutlicher zeigen sich die Grenzen. Nicht, weil Excel ungeeignet ist – sondern weil es für diese Rolle nie gedacht war.

2. Der ERP-Shift

Der Umstieg von Excel auf ein ERP-System ist kein Wechsel des Systems. Der Shift markiert einen grundlegenden Wandel in der Art, wie Unternehmen arbeiten und Entscheidungen treffen.

Denn nur ein ERP-System schafft eine gemeinsame Grundlage für das gesamte Unternehmen. Wichtige Informationen werden dann nicht mehr in einzelnen (Excel-) Dateien gepflegt, sondern einmal zentral erfasst – und stehen anschließend dort zur Verfügung, wo sie benötigt, werden: in Finanzen, Vertrieb, Einkauf, Lager oder Produktion.


Mit diesem Schritt verändern sich Abläufe meist spürbar. Prozesse werden standardisiert und nachvollziehbar. Zuständigkeiten werden eindeutig definiert und Zusammenhänge transparenter. Führungskräfte erhalten erstmals einen konsistenten Echtzeitblick auf das Unternehmen – und schaffen damit die Grundlage für eine verlässliche Entscheidungsbasis.

Gleichzeitig sinkt der manuelle Aufwand. Erneute Datenerfassungen, Abstimmungen und Vergleiche zwischen Tabellen und fehleranfällige Übertragungen entfallen. Teams verbringen weniger Zeit mit Datenpflege und können sich stärker auf andere Aufgaben konzentrieren.

Der ERP-Shift bedeutet dabei nicht, bewährtes aufzugeben. Excel behält seinen Platz – jedoch in neuer Rolle. Als Werkzeug für kleinere Auswertungen und individuelle Fragestellungen. Die Grundlage für Prozesse, Zahlen und Unternehmens-Steuerung bildet nun das ERP-System.

3. Die Übergangs- und Eingewöhnungsphase

Der Wechsel von Excel zu einem ERP-System verläuft selten geräuschlos. Zwischen alter Gewohnheit und neuer Struktur liegt eine Übergangs- und Eingewöhnungsphase, die Zeit und Akzeptanz braucht.

Gerade ganz am Anfang treffen unterschiedliche Arbeitsweisen aufeinander. Mitarbeiter, die über Jahre mit Excel gearbeitet haben, müssen ihre Arbeitsweise anpassen. Besonders für erfahrene Excel-Anwender bedeutet der Umstieg oft mehr als das Erlernen eines neuen Tools: Ein Teil der bisherigen Individualität wird in strukturierte Prozesse überführt. Das kann Unsicherheit auslösen – und sollte offen adressiert werden. Über die Herausforderungen dieses Change-Managements haben wir auf unserem Blog bereits mehrfach berichtet.

In der Übergangsphase existieren Excel und ERP häufig parallel. Manche Aufgaben werden weiterhin in Excel vorbereitet, bevor sie in das ERP-System importiert werden. Das ist kein Rückschritt, sondern ein Zwischenschritt. Wichtig ist, dass diese Übergangslösungen bewusst eingesetzt und schrittweise abgelöst werden.

Mit zunehmender Erfahrung im System verändert sich der Alltag spürbar. Immer mehr Aufgaben, die früher in Excel gelöst wurden, lassen sich im ERP erledigen. Prozesse werden sicherer, schneller und konsistenter. Excel verliert nicht an Bedeutung – aber an Verantwortung.

Und noch ein wichtiger Hinweis: Moderne ERP-Systeme wie zum Beispiel Microsoft Dynamics 365 Business Central unterstützen diesen Übergang gezielt. Sie ermöglichen es, Daten temporär nach Excel zu exportieren, dort weiterzuverarbeiten und anschließend wieder ins System zurückzuführen. Excel kann damit ein vertrautes Werkzeug bleiben, ist dann aber an klar definierte ERP-Datenquellen gekoppelt.

4. Der Alltag mit ERP und Excel in neuen Rollen

Die Übergangs- und Eingewöhnungsphase endet nicht zu einem bestimmten Datum. Sie endet, wenn das ERP-System nicht mehr als neues Werkzeug wahrgenommen wird, sondern als Grundlage für die tägliche Arbeit. 

Während Excel weiterhin dort eingesetzt wird, wo kurzfristige Auswertungen gefragt sind, steuert das ERP-System das Unternehmen. Daten sind zentral verfügbar, Prozesse nachvollziehbar und alle Entscheidungen basieren auf einem einheitlichen Zahlenverständnis.

Excel und ERP stehen sich damit nicht konfrontativ gegenüber. Sie ergänzen sich – mit klaren Rollen, klaren Verantwortlichkeiten und einem gemeinsamen Ziel: Transparenz, Effizienz und ein Unternehmen, das auch bei weiterem Wachstum steuerbar bleibt.

Ein ERP-System, das den Übergang unterstützt

Wie gezeigt, ist der Weg von Excel zu einem ERP-System kein radikaler Schnitt, sondern meist das Ergebnis einer Entwicklung.

Mit Microsoft Dynamics 365 Business Central steht Ihnen eine Lösung zur Verfügung, die genau für diesen Übergang konzipiert ist. Das ERP-System verbindet strukturierte, durchgängige Prozesse mit der Flexibilität, die Sie aus Ihrem Alltag mit Excel kennen. Daten lassen sich konsistent steuern, analysieren und – wo sinnvoll – weiterhin in Excel oder anderen Microsoft-Tools weiterverarbeiten. Auch Outlook ist zum Beispiel nahtlos in Business Central integriert. Der Shift von Excel hin zu einem ERP-System ist bei Business Central also eher pragmatisch. Vertraute Arbeitsweisen werden dabei nicht abrupt beendet.

Was genau Dynamics 365 Business Central unserer Meinung nach so besonders macht, haben wir auf unserer Webseite und auf unserem Blog beschrieben. Für weitere Informationen zu diesem ERP-System und wie schnell und einfach Sie loslegen können, lesen Sie unter anderem in diesen Beiträgen:

Oder unsere Success Storys wie:

Darüber hinaus haben wir für Sie auf unserer Dynamics Secrets Seite noch zahlreiche Tipps und Tricks rund um Business Central als Kurzvideos veröffentlicht. Hier finden Sie Informationen zur Excel- und Outlookintegration, bekommen hilfreiche Shortcuts an die Hand und können sich in kürze übe viele weitere fachspezifische Themen informieren.

Natürlich können Sie auch untenstehendes Kontaktformular nutzen und mit Ihren Fragen direkt auf uns zukommen. Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei Ihrer weiteren Journey zu begleiten – vom ERP-Shift bis in Ihren ERP-Alltag.

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